10
2019

Gastros aufgepasst – 1.1.2020

Der Countdown läuft – in 2 Monaten läuft die Frist ab.

Wer sich noch nicht mit dem Thema Registrierkassen beschäftigt hat, für den wird es langsam echt eng.

Denn es gibt bald kein

manipulieren, schieben, mauscheln und anders verteilen

mehr.

Nach dem Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen“ ist ab 1. Januar 2020 eine Meldepflicht für elektronische Registrierkassen vorgesehen: Der Händler muss dem Finanzamt melden, welche und wie viele elektronische Kassen im Unternehmen eingesetzt werden.

Keine zweite Kasse im Hinterzimmer mehr!!!! Alle Geräte sind gemeldet und werden abgezählt…

Gut die Behörden sind noch nicht so weit.

Hier haben der Bund und die Länder beschlossen, dass die Firmen erst melden müssen, wenn das elektronische Meldeverfahren in den Finanzverwaltungen erfolgt ist. Dazu soll es demnächst ein Schreiben vom Bundesfinanzministerium geben.

Wahrscheinlich Juni 2020 ….

Das Gesetz verpflichtet die Händler nicht nur, die Kassen mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (Sicherheitsmodul, Speichermedium und digitale Schnittstelle) auszurüsten, sondern auch zu Einzelaufzeichnungen (in § 146 Abs. 1 S. 2 AO).

Keiner wird das Schwarzgeldthema noch unterstützen können – oder anders ausgedrückt,  der „Kollege Händler“ kann dein Schwarzgeldverhalten nicht mehr unterstützen.

Zudem wurde eine sogenannte „Kassen-Nachschau“ in § 146b AO eingeführt, nach der die Finanzverwaltung bereits jetzt berechtigt ist, die Kassensysteme in den Geschäftsräumen des Betriebsinhabers ohne vorherige Ankündigung zu überprüfen.

Bedeutet: Stimmt dein Bargeldbestand nicht – dann bist du dran und es gibt ziemlich saftige Sicherheitszuschläge für Fehler im Kassensystem.

Durchschnittlich werden dann wohl 50 T€ Steuern fällig. Aber wer es (über) hat…

Ihre

Antje Bricusse-Gerdes

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