05
2019

Aktuelles zum Investitionsabzugsbetrag

Eine Personengesellschaft kann sowohl Gesamthandsvermögen, d.h. das Gesellschaftsvermögen einer Personengesellschaft als auch Sonderbetriebsvermögen besitzen. Zu Letzteren gehören Wirtschaftsgüter, die zwar im Eigentum eines oder mehrerer Mitunternehmer stehen, jedoch von der Gesellschaft betrieblich genutzt werden.

Damit zusammenhängend wurde für die Bildung von Investitionsabzugsbeträgen höchstrichterlich geklärt, dass diese nicht nur im Gesamthandsvermögen einer Personengesellschaft wie einer GbR gebildet werden dürfen, sondern ebenso vom jeweiligen Gesellschafter in seinem Sonderbetriebsvermögen (BFH, Beschluss vom 15.11.2017 – VI R 44/16).

Mit dieser Entscheidung wird klargestellt, dass eine Personengesellschaft nicht bereits bei der Antragstellung festlegen muss, ob die Investition von der Gesamthand oder einem Gesellschafter finanziert wird.

Die spätere Anschaffung des Wirtschaftsguts kann dann ohne negative Auswirkungen im Gesamthandsvermögen oder im Sonderbetriebsvermögen erfolgen und ist dann entsprechend zuzurechnen.

Eine Konsequenz kann sein, dass die Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrags im Gesamthandsvermögen sich für alle Gesellschafter gewinnmindernd auswirkt, eine Hinzurechnung hingegen allein im Sonderbetriebsvermögen des Gesellschafters erfolgt, der die Anschaffung finanziert hat.

 

Im nächsten Blog kommen wir nun zu den Neuerungen im Bereich der Umsatzsteuer.

Antje Bricusse-Gerdes

 

Kategorisiert in: