10
2018

Feedback ist Breakfast for Champions

Feedback is Breakfast for Champions

den Satz habe ich bei Alexander Christiani im StoryTelling-Mentoring das erste Mal gehört. Das ist so ein Satz, den habe ich mir gemerkt, den finde ich einfach nur genial.

Und damit sind Unternehmer – insbesondere Gastrobetriebe – absolute Megachampions. Weil, Feedback bekommt der Gastronom in Nano-Sekunden präsentiert.

  • Feedback von Kunden, die sich beschweren, wenn der Service zu lange braucht
  • Feedback in Bewertungsportalen über die Größe der Portionen, über das Ambiente
  • Feedback von Köchen und Servicemitarbeitern, wenn etwas nicht rund läuft, Bestellungen nicht gemacht wurden, die Vertreterregelung nicht kommuniziert wurde
  • Feedback von der Buchhaltung, wenn Belege fehlen, Daten nicht richtig übertragen wurden, Aufzeichnungspflichten nicht eingehalten wurden
  • Feedback von der Partner(-in)/Ehemann (-frau) wenn man zu lange im Betrieb gewesen ist
  • Feedback von den Kindern, weil man zu wenig Zeit hat
  • Feedback von Freunden, weil man wieder nicht beim Treffen dabei gewesen ist u.v.m.!

Jetzt gestatte mir die Frage, wie oft hast du so etwas? Und wie sehr gehen dir diese Feedbacks auf den Geist?

Noch besser gefragt, was wirst du tun, damit du nur noch coole Feedbacks bekommst?

Also: du deinen Betrieb so führst, dass du nettere / inspirierende Feedbacks bekommst.

  • Feedback, dass der Service genial ist
  • Nur volle Sterne-Feedbacks auf Bewertungsportalen
  • Köche und Service hochmotiviert und mit Leuchten in den Augen, weil einfach alles TOP ist und ein roter Faden da ist
  • Buchhaltung auf Knopfdruck, tolle Kennzahlen-Dashboards für deine Entscheidungsfindung
  • Belohnung nach einem romantischen Essen mit einer „heißen“ Nacht?
  • Fußball mit den Kids und tolle Gespräche

Du wirst dich sicherlich fragen, was hat das in einem Blogartikel für Gastronomiebuchhaltung zu suchen. Irgendwie alles und auch wieder nichts.

Buchhaltung ist ein ziemlich genauer Indikator, wo du mit deiner Persönlichkeit stehst. Nicht mehr und nicht weniger.

Und wenn du dein Ergebnis nimmst, das durch die „für den Betrieb“ verwendete Zeit teilst, kennst du deinen wirklichen Wert.

Bedeutet in „Zahlen“ wenn du 12 Stunden Tage hast, 1 x in der Woche frei dann kommst du auf 12 Stunden x 4,33 durchschnittliche Wochen pro Monat x 6 Tage auf 311,76 Stunden pro Monat. Ich spiel das Spiel mal weiter: 9 € Mindestlohn x 311,76 Stunden entsprechen 2.805,84 € (vor Steuern, vor Versicherungen)! Ach ja, ohne zusätzliche Urlaubs- und Weihnachtsgeldvergütung und Urlaubstage… / an Feiertagen arbeitest du unter Umständen mehr…!

Ich weiß, das ist etwas böse aber denk einfach mal über Dein Leben nach.

Wenn du zu viel arbeitest und du zu wenig Zeit für Dich hast, dann kann es dir so ergehen wie mir. Ich habe einfach nicht aufgepasst.

Gefühlt stand ich kurz vor dem Burn-Out, dann habe ich noch einmal die Kurve gekratzt – mein komplettes Leben umgekrempelt, richtig viel geändert: mein Gewicht um 60 kg reduziert, viel Sport gemacht, meine Arbeitszeit reduziert und meine Unternehmensstruktur geändert, alle Lebensbereiche initiativ angepackt.

Doch der Quantensprung kommt nur durch die Konsequenz des TUNS – und das durfte ich jetzt lernen.  Wenn du krank bist (und ich bin seit 3 Jahren krank), dann passiert etwas in deinem Kopf – dann denkst du einfach anders.

Und eins stand für mich nach diesen echt Hammer-schmerzvollen Jahren fest! Ich will das so nicht mehr – ich will meine Freiheit leben – ich will die Welt bereisen, ich will raus aus diesem „Einheitstrott“ und ich will nicht auf der Stelle stehen bleiben. Die moderne Welt ist nämlich echt herrlich.

Und es begann eine spannende Reise in eine fast völlig digitalisierte Unternehmensführung.

Profit or loss – it is YOUR deciscion!

Antje

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